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Klassenbewusste Antwort in Richtung Merkel – EU – Regierung


Die Demonstranten, die zu tausenden durch die zentralen Straßen Athens am Dienstag, 9. Oktober strömten, setzten in der Praxis das Demonstrationsverbot der Regierung von Liberalen, Sozialdemokraten und "Demokratischer Linke" außer Kraft, das anlässlich des Besuchs der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Athen verhängt wurde.

Besonders zahlreich war die Kundgebung der Arbeiterfront PAME, die die klassenbewussten Gewerkschaften des Landes vereint. Das wurde selbst von den bürgerlichen Medien zugegeben, die sonst gegenüber PAME und den Kommunisten sehr feindlich gestellt sind. Gemeinsam mit den Arbeitern, die mit den Transparenten ihrer Gewerkschaften demonstriert haben, waren mit dabei Kräfte der studentischen Jugend (Kampffront der Studenten – MAS), der Selbständigen und kleinen und mittleren Gewerbetreibenden und Händler (PASEVE) und des Griechischen Frauenbundes (OGE).

An der PAME-Kundgebung auf dem Omonia-Platz sprach Giannis Tasioula, Mitglied des PAME-Exekutivkomitees. Er betonte unter anderem:

"Kein Zaun und kein Wasserwerfer kann uns Angst einflößen. Die Herrschenden fürchten sich vor dem Zeitpunkt, an dem die Arbeiter aufstehen. Unsere Kundgebung gibt ihnen eine erste Antwort …

Die Regierung von ND – PASOK –DIMAR, die Industriellen, Reeder, Banker heißen einer Dame ihresgleichen Willkommen, die Vertreterin der deutschen Industriellen und Banker, der deutschen Monopole …

Merkel gießt keine Tränen für die Völker. Sie reibt sich die Hände, genauso wie die anderen Kapitalisten, für die Gelegenheit, die sie bekommen haben, spottbillig Infrastrukturen und Filetstücke des Bodens unseres schönen Landes zu kaufen. Sie streitet mit den anderen Wölfen um die Beute, und nicht um das Leben und die Zukunft unserer Kinder. Das passiert nun währen der Krisen, auch innerhalb der EU, die uns als ein ruhiger Hafen dargestellt wurde.

All diese Menschen haben ihre Unterschrift bereitwillig geleistet. Sie haben sich bei allen Gipfeltreffen beteiligt, sie begrüßten jede EU-Direktive. All diese Parteien und EU-Nager, die jahrelang das Grab der Arbeiter gegraben haben, entdeckten jetzt dass "das Land unter einer fremden Besatzung steht". Diese Kräfte sitzen seit Generationen auf den Nacken der Arbeiter, und sie müssen rausgeworfen werden", betonte der Redner und setzte fort:

"Die Wahrheit ist einfach und deutlich: wer die Memoranden, die Durchführungsgesetze, die Kreditverträge und die Troika ablehnt, ist gegen die Europäische Union, ihre Abkommen und ihre Beschlüsse, ist gegen den kapitalistischen Weg, der als Einbahnstraße dargestellt wird. Wer der EU Beifall spendet und der Troika den Stinkefinger zeigt, will die Menschen einfach hinters Licht führen.

Merkel kommt in die Region des Östlichen Mittelmeers, wie alle anderen Geier des Imperialismus, die Blut und Beute gewittert hat. Die Wolken des Krieges in Syrien verdunkeln sich, und die Gefahr eines allgemeinen Konflikts wird immer größer. Wir dürfen nicht unser Blut für die Bankguthaben der Kapitalisten in der Schweiz vergießen. Wir sollen unsere Opfer für unseren eigenen Kampf einbringen.

Wir rufen alle Gewerkschaften, alle ehrlichen Gewerkschafter auf, die Angst zu besiegen, und für den 18. Oktober einen Streik zu beschließen. (…) Den Kampf werden die Arbeiter in die eigene Hand nehmen. PAME wird an der ersten Reihe stehen. Alle in den Kampf, alle auf die Demonstration, alle für den Streik!", endete der Redner seinen Beitrag.

An der Kundgebung nahm eine Delegation des ZK der KKE mit Aleka Papariga an der Spitze. Sie erklärte gegenüber den Journalisten: "Es werden diejenigen Völker siegen, die nicht zögern werden, ihre Klassenketten zu sprengen. Darin liegt für uns der Sinn der heutigen Kundgebungen. Das muss der Sinn der unmittelbaren und künftigen Kämpfe sein".

Es folgte ein überwältigender Demonstrationsmarsch der PAME zum Syntagma-Platz, als eine starke Klassenantwort auf die Praktiken der schwarzen Front (EU – Regierung – Plutorkatie). Es ertönten Sprechchöre u.a. gegen die sozialpartnerschaftlichen Illusionen und die wahren Gründe der Krise.

Die Tausenden der Demonstranten konnten nicht von den gestellten Ausschreitungsszenen in den Schatten gestellt werden, die kleine provokatorische Gruppen in Koordination mit dem Staatsapparat und der Polizei geliefert haben.

Am Dienstag organisierte die PAME Kundgebungen gegen die neuen volksfeindlichen Maßnahmen auch in vielen weiteren griechischen Städten. Die PAME begrüßte in einer Presseerklärung die heutige beeindruckende, kämpferische und entschlossene Kundgebung. Tausende Arbeiterinnen und Arbeiter, Arbeitslose, Rentner, junge Frauen und Männer, Selbständige beteiligten sich an der Kundgebung, sie widersetzten sich in der Praxis den Repressionsmaßnahmen und den Demonstrationsverboten und gaben damit eine Antwort auf die barbarische Politik von Regierung, Kapital, Europäischer Union.

Die PAME ruft die Gewerkschaften auf, sich ab Morgen schon mit der Organisierung des Kampfes fortzufahren, um die Antwort der Arbeiterklasse durch einen erneuten Streik am 18. Oktober zu geben. Damit dieser Streik die organisierte Antwort auf das Großkapital, auf die Europäische Union und die Monopole, die uns in Ketten legen wollen.

PAME ruft alle arbeitenden Menschen auf, die Abschaffung des Mindestlohns, die Zerschlagung des 8-Stunden-Tages und die Umkrempelung ihres Lebens nicht hinzunehmen.

9.10.2012


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