KKE-Vorschlag zur Krisenlösung

von Al Papariga, Generalsekretär des ZK der KKE
Die KKE hat insbesondere seit 1991 stets
die Täuschung der Öffentlichkeit bezüglich der angeblich unaufhörlichen
Entwicklung des Kapitalismus, seiner Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität
mit unterstelltem gemeinsamen Nutzen für Arbeiter und Kapitalisten
gleichermaßen angeprangert. Die KKE sprach von der in allen kapitalistischen
Volkswirtschaften unvermeidlichen Wirtschaftskrise. Die KKE sagte die
Krise, die Unvermeidlichkeit einer tiefen und abrupten Verschärfung
aller gesellschaftlichen Widersprüche und der inner-imperialistischen
Widersprüche voraus.
Die Verfechter des kapitalistischen Systems,
darunter die selbsterklärten Unterstützer der alten PASOK oder die
Revisionisten, reduzieren die Ursache der Wirtschaftskrise auf eine
Sache des Krisenmanagements und negieren oder verdecken die eigentliche
Grundlage, auf der die Krise besteht, nämlich den Kapitalismus selbst.
Die heutigen Bedingungen erfordern die
Geschwindigkeit, mit der sich das gesellschaftspolitische Bewußtsein
beschleunigt und zuallererst entwickelt, was seinen Ausdruck mittels
Organisiertheit und geplantem Kampf mit Zukunftsperspektiven hat. Es
ist der Lebensstandard des Volkes, der Arbeiterklasse und der Familien
mit niedrigem Einkommen, was in uns Besorgnis erregt, und nicht die
Profite der Kapitalisten.
Unsere Strategie ist es, die barbarischen
Maßnahmen zu stoppen, damit sie nicht durchgesetzt werden. Dies so
weit wie möglich unter den heutigen Bedingungen. Vorzubeugen, daß
sie im Bewußtsein des Volkes legitimiert werden. Das arbeitende Volk
selbst von PASOK und ND und deren Politik zu trennen. Im jetzigen Moment
eine Umgruppierung vorzunehmen und mit dem Gegenangriff voranzukommen,
um das heutige Kräfteverhältnis zugunsten der Volksmacht zu verändern.
Wir sind nicht gleichgültige und neutrale Beobachter. Aber wenn das
politische Kräfteverhältnis uns keine wirksame Einmischung zugunsten
des Volkes ermöglicht, dann legen wir den Schwerpunkt auf die außerparlamentarische
Bewegung.
Die Zeit dafür ist gekommen, daß eine
soziale Volksfront für politische und Massenaktion Gestalt annimmt,
um eine andere Gestalt anzunehmen, die sich aus den vorhandenen kämpferischen
Kräften entwickelt, welche vervielfacht werden müssen. Da geht es
konkret um die kämpferischen Kräfte der Arbeiter und Angestellten
in privaten Firmen und im öffentlichen Dienst, um die armen selbständigen
kleinen Gewerbetreibenden, um die armen Bauern, eine Verstärkung der
Teilnahme der Jugend und Kinder aus der Arbeiterklasse und den Familien
mit niedrigem Einkommen, besonders jenen Werkstudenten, denen in den
Ausbildungsprogrammen, den Frauen und Einwanderern, den Kämpfern auf
den Gebieten der Wissenschaft, Kunst und Kultur.
Aus diesem Grund ist es notwendig, die
Kräfte um die KKE zu bündeln, ungeachtet ob das arbeitende Volk mit
der KKE in allem übereinstimmt oder die Menschen Fragen haben oder
verschiedene Ansichten über den Sozialismus vertreten.
Der Beginn einer solchen Front ist heute
vorhanden. Das zeigt sich in der Kämpferischen Front Aller Arbeiter
(PAME), der Antimonpolistischen Protestbewegung Aller Griechen aus den
kleinen Selbständigen und Kleinhändlern (PASEVE), der Kämpferischen
Protestbewegung Aller Bauern (PASY), der Kämpferischen Front der Studenten
(MAS) und anderen Formationen der Massenbewegung. Andere Formationen
werden auf dem Weg hinzukommen, einschließlich solcher wie der Massenbewegungen
gegen den imperialistischen Krieg, für individuelle und kollektive,
demokratische, gewerkschaftliche Rechte und verwandte Formationen, die
auf dem Gebiet der Regierung vor Ort handeln.
Das Herz der Kämpfe sind die Arbeitsplätze,
die Straßen mit den kleinen Geschäften, die Provinz, Schulen, Universitäten,
Einwandererviertel, Arbeiterwohnbezirke, Armensiedlungen des Volkes.
Die Blockade der neuen arbeiterfeindlichen Maßnahmen einschl. der Abschaffung
der Kollektivvereinbarungen und Förderung individueller Vereinbarungen,
Arbeitszeitsenkung, flexibler Arbeitsverhältnisse usw. muß kraftvoll
an jedem Arbeitsplatz durchgesetzt werden.
Das arbeitende Volk muß das Kräfteverhältnis
von unten verändern. Und dies muß sich darin zeigen, wie der Kampf
sich gleichzeitig auf politischer Ebene entwickelt. Das Volk muß sich
nicht länger gefallen lassen, ständig draufzuzahlen, sich unbeschreiblichen
Opfern für die Profite der Industriellen, Schiffseigner, Großhändler,
der Monopole allgemein unterzuordnen
Diese gesellschaftliche Volksfront muß
zwei miteinander verbundene Ziele haben.
Das erste Ziel ist der Kampf, welcher
Widerstand, Zermürbung und Unterlaufen der barbarischen Maßnahmen
einschließt, welche die Regierung und ihre Verbündeten durchzusetzen
versuchen. Kampf gegen die Maschinerie, deren einer Teil das bürgerliche
politische System des Landes und die Plutokratie ist.
Ein Zermürbungskampf ist nicht genug.
Es müssen auch kleine oder größere Siege erkämpft werden.
Bei all dem muß die wichtigste Aufgabe
der Front ihr Schöpfertum sein, einen kämpferischen Standpunkt des
Volkes, kämpferischen Optimismus und Würde, klassenbewußten Patriotismus
und Internationalismus, das Handeln des Volkes und seine Initiative
freizusetzen, denn dies kann die Front zu einer breiten Strömung der
Veränderung und Umkehr des Kräfteverhältnisses werden lassen.
Diese Front hat eine Wahl, schöpferisch
und realistisch. Den alternativen Vorschlag für die Volksmacht und
eine Volkswirtschaft als Schlüsselparole zu haben, für die Vergesellschaftung
der Monopole, für die Bildung von Volksgenossenschaften, wo immer Vergesellschaftung
nicht möglich ist, für die landesweite Planung mit der Arbeiter- und
Volkskontrolle von Grund auf. Um die gegenwärtigen Entwicklungsmöglichkeiten
des noch existierenden Landes nachzuweisen und aufzuzeigen, wo wertvolle
Zeit nicht mit weiterem Unterlaufen und Zerstören dieser Entwicklungsmöglichkeiten
verloren werden darf.
Die KKE verstärkt derzeit ihre Anstrengungen,
um ihren politischen Vorschlag zu propagieren. Gleichzeitig verstärkt
sie ihre Präsenz in den täglichen Kämpfen.
Am 15. Mai organisieren wir landesweit
eine Großdemonstration, welche unseren Vorschlag, unsere Initiative,
unsere völlige Opposition zur heutigen Politik und zum heutigen System
noch weiter bekannt machen wird.
Keine Illusionen
Der Zugang in den Mechanismus wird eine
schwache Erholung und eine neue zyklische Krise nicht verhindern. Und
sie wird sogar noch stärker sein als das, was wir derzeit durchmachen.
Von jetzt an muß das Volk bereit sein, einen Bruch im System zu erzeugen
und keine "Iphigenia" zu werden. Wir befürworten nicht die
Ansicht, daß die Opfer des Volkes umsonst sein werden. Sie werden für
die Profite des Kapitals genutzt werden. Sie werden die Taschen der
Kapitalisten füllen.
Die Wiederherstellung der griechischen
kapitalistischen Wirtschaft wird zunehmend schwieriger, selbst wenn
sie innerhalb der Eurozone stabilisiert werden wird. Die Schrumpfung
in der Produktion und in der Industrie als Ganzes kann nur mit großen
Schwierigkeiten behoben werden.
Das Krisenmanagement sowohl durch EU
als auch durch IWF kann die Widersprüche der kapitalistischen Produkton,
deren Ziele und Beweggründe das Profitmachen sind, nicht überwinden.
Was auch immer als ein Mittel zur Lösung eines Problems wie z.B. der
Schulden Griechenlands erscheint, muß schwerwiegend andere Probleme
verschärfen. Die Loslösung von der EU, der Ungehorsam ist eine Vorbedingung
für die Verbesserung der Lebensverhältnisse des Volkes. Jede Widerstandsmaßnahme
ist von Wert solange sie mit der alternativen Machtperspektive in Beziehung
steht. Andererseits dienen nicht damit zusammenhängende Reaktionen
oder Formen des Verhandelns nur dazu, den räuberischen Erpressungsprozeß
zu verstärken.
Nachdem die Regierung die Bedingungen
geschaffen hat, welche Zahlungen gefährdeten und in den Bankrott führten,
marschierte sie mit ihrem vorab entschiedenen Plan los, einen Mechanismus
zu unterstützen, welchen die EU und der IWF eingerichtet haben, und
womit sie einer Reihe von Widersprüchlichkeiten nachgehen. Dies ermöglicht
dem IWF, noch tiefer in Europa als vermeintlicher "Retter der Völker"
einzudringen.
Die Einschätzungen zu bevorstehender
Zerstörung übertreiben die Lage ganz grob und dienen als eine Form
der räuberischen Erpressung.
Vom ersten Augenblick an haben wir anerkannt
und betont, daß das Kleben am Mechanismus eine Tatsache sein wird,
wonach die Regierung Leihkapital finden würde, weil keine bürgerliche
oder volksfeindliche Regierung ihre bürgerliche Klasse, die Geschäftsleute
ihres Landes ohne Unterstützung lassen würde. Die griechische Regierung
wollte das ideale Bedingungsgefüge für räuberische Erpressung und
die perfekte Atmosphäre schaffen, in der das in Panik versetzte griechische
Volk willig Maßnahmen zustimmen würde, welche sogar schon 20 Jahre
zuvor beschlossen worden waren.
Natürlich kam die Beklemmung der Regierung
über die Leihbedingungen entgegen den realen Widersprüchen und Konflikten,
was nichts mit dem Volk zu tun hatte. Griechenland fand sich selbst
wieder im Auge des Zyklons, weil seine gewaltigen Schulden von den konkurrierenden
kapitalistischen Ländern in der EU und auch zwischen den USA, Rußland
und China benutzt wurden. Griechenland erlangte Beachtung wegen seiner
Lage und seiner Verbindungen mit der Ostflanke der EU, nach Eurasien
und auch Fernost. Griechenland wurde zum schwachen Glied für die Eurozone
und die Interessen des europäischen Kapitals und darüberhinaus, denn
durch Griechenland können die konkurrierenden Länder unter der Speerspitze
des big business die Verbindung zur westeuropäischen Halbinsel herstellen.
Das ist keine Sache verschiedener Interessen
zwischen den betreffenden Völkern. Diese Konflikte sollten zum Fördern
der Einheit und gemeinsamen Aktion der Völker führen, weil unabhängig
davon, welches Land oder welche Währung zuerst kommen, konkret das
Volk verliert und weiterhin verlieren wird, anstatt neue Errungenschaften
zu gewinnen.
Was die öffentliche Verschuldung anbelangt,
an der mit Darlehen gearbeitet wird, kombiniert mit dem Stabilitäts-
und Entwicklungspakt oder vermeintlich durch intern erfolgende Neuverhandlung,
so ist das ein völliger Schwindel, eine Desorientierung, das ist eine
Utopie.
Um damit mal anzufangen, so ist die Verschuldung
nicht rein eine griechische Sache. Viele kapitalistische Länder einschließlich
hochentwickelter weisen eine steil ansteigende öffentliche Verschuldung
auf. Das ist keine Sache der Managementfähigkeiten, wie es die bürgerlichen
Parteien und der Opportunismus gewöhnlich nach außen hin darstellen.
Die Verschuldung ist ein Ergebnis des allmählichen langfristischen
Niedergangs der heimischen Produktion und der landwirtschaftlichen Erzeugung
unter der Verschärfung des Antagonismus auf der Ebene der EU und international.
Wegen ihres kleinen Anteils sind die
in Griechenland entwickelten Industriezweige im Energiewesen, in der
Telekommunikation und anderen spezifischen Produktionszweigen nicht
fähig, das Schrumpfen der Industrieproduktion insgesamt auszugleichen.
Die Verschuldung ging hoch durch die
gewaltigen Steuererlässe an die Geschäftswelt, die staatlichen Gelder
für das Großkapital, gigantische Ausgaben für NATO-Waffenprogramme,
den kapitalistischen Wettbewerb unter den Bedingungen der EU, kontraproduktive
Ausgaben für die Olympischen Spiele.
Konkurrenzverhalten und inner-imperialistische
Widersprüche, die Konsequenzen daraus führten zu einer Verschärfung
der Krise.
Der Dollar strebte danch, die Position
rückzuerlangen, derer er sich als weltweite Leitwährung erfreute.
Die Euro-Entwertung nützt Deutschland als größter Exportmacht in
Europa in einer Zeit, in welcher es seine Führungsposition im weltweiten
Export derzeit an China verliert.
Das hat mit dem Kapitalstrom zu tun,
der beliebige Profitzuwächse durch sogenannte hochriskante Investmentprodukte
generiert, wie es die Versicherungsprämie auf Staatsanleihen ist. Diese
Kapitalströme sind wesentlich, auch wenn sie nicht spekulativ in engeren
Sinn des Begriffes sind, denn sie fallen in die Logik des Systems.
Es gibt auch den Druck von Kapitalisten,
die Direktinvestitionen in Griechenland machen wollen, aber erst arbeiterfeindliche
Maßnahmen erfolgen lassen wollen, wie sie im übrigen Europa schon
durchgepeitscht worden sind. Aber in Griechenland haben sie sich verzögert,
vor allem durch die Kämpfe des Volkes, die die KKE inspiriert und unterstützt
hat. Diese Kapitalisten wollen die Praxis der Berufsqualifikation beenden.
Sie wollen Bedingungen schaffen, die notwendig sind, um neue Sphären
auf Kosten der Mittelschichten zu übernehmen. Dies in Bereichen, die
die mächtigen Monopole bisher immer noch nicht beherrschen konnten,
wie beispielsweise in der Bauindustrie, dem Transportwesen, Pharmaziewesen,
usw.
Widersprüche kommen auch zwischen dem
US-amerikanischen, arabischen, chinesischen und russischen Kapital zum
Ausdruck, die in der griechischen Wirtschaft Positionen erlangt haben,
um sie als Vermittlungsposition und Startbasis für ihren Eintritt in
den internationalen Markt zu nutzen.
DER VORSCHLAG DER KKE
Die antiimperialistische, antimonopolistische,
demokratische Front - des Volkes Macht und Wirtschaft
Das griechische Volk muß zwischen den
beiden Wegen der Entwicklung für die griechische Gesellschaft wählen:
dem Weg, der gerade gegangen wird, und jenem, welcher durch das Volk
erkämpft werden muß.
Wir stehen zu Fakten und dem Nachweis,
daß Griechenland trotz des schwerwiegenden und zerstörerischen Schadens
in gewissen Bereichen wegen der Kapitalherrschaft und der Konkurrenz
der Monopole die Voraussetzungen hat, um eine selbsttragende Volkswirtschaft
zu schaffen und zu entwickeln.
Die negativen Entwicklungen der letzten
20 Jahre in gewissen Zweigen der industriellen Produktion und in der
Landwirtschaft können unter anderen politisch-ökonomischen und gesellschaftlichen
Bedingungen behandelt werden. Es ist nicht zu spät dafür.
Griechenland hat einen zufriedenstellenden
Grad an Konzentration der Produktion, die Produktionsmittel, ein Handelsnetz
und einen besonderen Entwicklungsstand in moderner Technologie. Griechenland
hat ein großes, erfahrenes Arbeitskraftpotential mit einem verbesserten
Bildungs- und Spezialisierungsgrad im Vergleich zur Vergangenheit und
auch eine große Wissenschaftskraft.
Griechenland hat wertvolle Mineralien,
bedeutende Reserven an Bergbaugütern, was einen Vorteil für die industrielle
Produktion und die Produktion von Konsumgütern darstellt.
Griechenland hat den großen Vorzug,
daß es ausreichend Nahrungsmittel für die Bedürfnisbefriedigung des
Volkes und den Außenhandel bereitstellen kann. Griechenland hat seine
Fähigkeiten in der Produktion moderner Erzeugnisse, Maschinen, Werkzeuge
und Haushaltsgeräte.
Um zu einer Volkswirtschaft für alle
zu kommen, müssen wir eine Lösung für das Problem des Eigentums zugunsten
der Befriedigung der Bedürfnisse des Volkes und nicht der Bedürfnisse
des Profits finden.
Die Wahl ist die eine: eine Veränderung
in den historisch überkommenen gesellschaftlichen Eigentumsverhältnissen,
die auch das politische System bestimmen und die konzentrierten Produktionsmittel
auf den folgenden Gebieten betreffen: Energiewesen, Telekommunikation,
Mineralien, Bergbau, Industrie, Wasserversorgung, Transportwesen.
Die Vergesellschaftung des Bankwesens,
des Bergbaus, die Übertragung und Verwaltung der Naturreichtümer,
des Außenhandels, ein zentralisiertes Netz im Binnenhandel, Wohnstätten
für das Volk, Forschung und ein demokratisches Informationswesen für
das Volk sind unerläßlich.
Ein ausschließlich öffentliches, umfassendes
und freies Bildungs-, Gesundheits-, Fürsorge- und soziales Sicherheitssystem
ist unerläßlich.
Wir schätzen ein, daß es Gebiete geben
kann, die nicht in die vollständige, landesweite, umfassende Vergesellschaftung
eingeschlossen sein werden . In Ergänzung des vergesellschafteten Bereichs
sollte ein Bereich für produktive Genossenschaften bei der Landwirtschaft
auf niedriger Entwicklungsstufe gebildet werden. Ebenso für die kleinen
Geschäftsleute in Zweigen, wo die Konzentration niedrig ist. Ihre Teilnahme
an Genossenschaften wird als eine ihnen nützende Wahl verstanden werden,
gegründet auf die Erfahrung mit den Monopolen.
Der vergesellschaftete wie der genossenschaftliche
Bereich, Produktion und Verteilung als ein Ganzes, müssen in einen
zentralisierten nationalen Wirtschaftsmechanismus der Planung und Verwaltung
eingeschlossen werden, so daß alle Produktionsmittel und die Arbeitskraft
mobilisiert werden können, so daß jede mögliche Form der internationalen
wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der Grundlage des gegenseitigen
Nutzens angewendet werden kann. Einheimische Produktion wird geschützt
werden. Und die Interessen der Arbeiter werden gegenüber jedweden möglichen
Konsequenzengeschützt werden, die aus den Erfordernissen des Außenhandels
erwachsen.
Zentrale Planung ist notwendig, um strategische
Ziele und Richtungen zu formulieren und so Wirtschaftszweige und -bereiche
zu fördern und zu bestimmen, wo größere Mittel und Kräfte konzentriert
werden. Die planmäßige Deckung der Nachfrage sowie Verteilung nach
Zweig und Gebiet wird vor allem durch die Arbeiterkontrolle über die
Verwaltung in jeder Produktionseinheit und jeder Dienstleistungseinheit
sowie jedem Verwaltungsorgan gewährleistet.
Die Regierung als Organ der Volksmacht
wird verpflichtet sein, die Teilnahme des Volkes an dieser völlig neuen
und völlig unbekannten Aufgabe sicherzustellen, die Volksbewegung zu
unterstützen, die neuen Einrichtungen der Arbeiter- und gesellschaftlichen
Kontrolle zu unterstützen und zugleich von ihnen beaufsichtigt zu werden.
Die zentral geplante Entwicklung der
Gesellschaft ist eine Notwendigkeit, welche von den heutigen Forderungen
stammt. Vor allem den Forderungen der Menschheit, welche die erste Produktivkraft
ist. Die Notwendigkeit, die breiten modernen Bedürfnisse des arbeitenden
Volkes zu befriedigen, die Erfordernisse für die Entwicklung der Produktionsmittel
sicherzustellen, die Entwicklung von Wissenschaft und Technologie zum
Nutzen des Volkes auszurichten, dies alles macht zentrale Planung zu
einer Lebensnotwendigkeit.
Die Volksmacht fördert zwischenstaatliche
Handelsvereinbarungen und Austausch, Vereinbarungen über die Nutzung
von technischem Wissen zum gegenseitigen Nutzen.
Die öffentliche Verschuldung wird unter
der Volksmacht überprüft werden, wobei die Interessen des Volkes das
Hauptkriterium sein werden.
Ganz am Anfang wird die Volksmacht sich
mit der organisierten inneren und internationalen Reaktion auseinandersetzen
müssen. Die EU und die NATO, die Vereinbarungen mit den USA, lassen
nicht viel Spielraum für EU-Mitgliedsstaaten.
Die Lösung dieses Problems ist unvermeidlich
der Austritt aus der EU. Dies mit dem Ziel einer selbsttragenden und
im Interesse des Volkes liegenden Entwicklung und Zusammenarbeit.
Notwendig ist es, unsere Aktivität auf
der Basis des Kampfes gegen die Probleme voranzubringen.
Wir kämpfen unaufhörlich für sofortige
Gewinne für das arbeitende Volk. Und wir werden damit weitermachen,
so daß Maßnahmen von der Macht der Massenbewegung durchgesetzt werden
können, die die akuten Probleme mindern und das Volk entlasten.
Wir haben Positionen und Forderungen
für jedes einzige Problem und jede Angelegenheit entwickelt, die sich
uns derzeit stellt. Was heute ist, reicht uns nicht. Ein alternativer
Vorschlag für Fortschritt ist notwendig, damit der Kampf ein Ziel hat,
einen Zweck, eine Bedeutung, und letztlich in jeder Phase Druck angewendet
werden kann.
übersetzt von Jens-Torsten Bohlke,
Brüssel
e-mail:cpg@int.kke.gr